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31.05.2012:
Verkehrsfreigabe B1/A40 mit Schnettkerbrücke

Heute wurde die neue Schnettkerbrücke in Dortmund offiziell dem Verkehr übergeben.
Dortmund/Gelsenkirchen (straßen.nrw). Die "Ruhrgebietsschlagader", die B1/A40 ist zwischen dem Autobahnkreuz Dortmund-West (A40/A45) und der Wittekindstraße nach knapp siebenjähriger Bauzeit endlich wieder baustellenfrei. Der sechsstreifige Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn (8.6.2007 - 20.10.2009), vor allem aber der Neubau der Schnettkerbrücke (9.9.2005 - 31.5.2012) kamen einer Operation am offenen Herzen gleich: Für den Abriss des alten Brückenbauwerks und für den anschließenden Neubau der Schnettkerbrücke konnte die Ost-Westverbindung durch das Ruhrgebiet nicht gesperrt werden.

"Gerade in Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet sind leistungsfähige Verkehrswege von besonderer Bedeutung. Für die Verkehrsteilnehmer der A 40 wird sich die Situation auf dieser wichtigen Verbindungsachse deutlich verbessern. Weniger Staus, weniger Unfälle und weniger Verkehrsverlagerungen in das städtische Straßennetz - das sind die konkreten Vorteile für die Anwohner", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, in Dortmund beim symbolischen Freigabeakt zum Abschluss der Arbeiten.

Zig Luftballons stiegen zum Himmel auf, bepackt mit guten Wünschen, die die Freigabe und den zukünftigen Verkehr begleiteten. "Auf der Wunschkarte, die ich geschrieben habe, steht der Satz Mehr Sicherheit durch weniger Staus" erklärte Ekhart Maatz, Ministerialdirigent des Verkehrsministeriums NRW. Dafür, dass der Wunsch in Erfüllung gehen kann, haben Bund und Land insgesamt 99 Millionen Euro in das ca. fünf Kilometer lange Ausbaustück investiert. "Wir sind aber auch besonders zufrieden mit der Baustellenabwicklung: Während der sieben Jahre gab es nicht einen baustellenbedingten Unfall", unterstrich auch Winfried Pudenz, Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW.

Die Gesamtbaumaßnahme umfasst die Überführung der L609 mit der neuen Anschlussstelle "Dortmund-Barop" sowie den Neubau der Radweg- und Fußgängerbrücke im Zuge des Herbert-Frommberg-Weges/ Friedrich-Henkel-Weges. Die Kosten für die L609 sowie für die neuen Geh- und Radwegebrücke über die B1 trägt die Stadt.

Die neue Schnettkerbrücke ersetzt das alte, aus dem Jahre 1930 stammende Bauwerk. Sie besteht aus einem zweiteiligen Überbau mit einem in der Mitte angeordneten Stahlbogen. Der Überbau ist insgesamt 328 Meter lang und 41,60 Meter breit. Der Mittelbogen ist 130 Meter lang. Die Schnettkerbrücke überspannt das Schnettkertal mit zahlreichen Kleingärten und neun Eisenbahngleisen sowie die Emscher. Neben den Fahrstreifen für den motorisierten Verkehr gibt es einen Geh- und Radweg auf jeder Brückenseite. Allerdings haben die Wege unterschiedliche Funktionen: Während der Radweg auf der Nordseite der Brücke befestigt und der Gehweg über einen Treppenturm aus dem Tal erreichbar ist, befindet sich auf der Südseite in der landschaftlich gestalteten Ausgleichsfläche ein Radwanderweg, der nicht asphaltiert ist. Weithin sichtbar ist der rote Mittelbogen - ein neues Element in der Skyline der westfälischen Metropole. Um die Fahrbahn auf der Brücke im Winter gut vor Eisglätte zu schützen, wird noch bis Herbst 2012 eine Taumittelsprühanlage für rund 1,4 Mio. Euro installiert, die in der kommenden Wintersaison ihren Betrieb aufnimmt.

Um den Eingriff in den Naturhaushalt auszugleichen, hat Straßen.NRW 26.800 Sträucher wie Hartriegel, Hasel oder Rosen gepflanzt, 440 Eichen, Buchen, Kirschen und andere Obstgehölze gesetzt sowie 210 Säuleneichen, die nach dem im Kulturhauptstadtjahr verabschiedeten Gestalthandbuch bestimmend für das Landschaftsbild werden sollen.

Quelle: Strassen.NRW

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