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Die Grafton Bridge war bei ihrer Errichtung zwischen 1907 und 1910 technologisch führend und besaß die weltweit größte Einzelspannweite aus Stahlbeton. Die Brücke, die sich an einer markanten Stelle über die Grafton Gully in Auckland erstreckt, wurde vom Stadtrat in Auftrag gegeben, um das Stadtzentrum mit dem neuen Krankenhaus und den Sportanlagen im Auckland Domain zu verbinden. Ihr Bau war Teil eines regionalen Straßenbauprogramms und symbolisierte sowohl die Entstehung eines „Großraums Auckland“ als auch die Führungsrolle des Staates in der Technologieentwicklung. Von den Steuerzahlern am Ende der britischen Kolonialzeit (1840–1907) genehmigt, demonstrierte sie zudem die Fähigkeit des jungen Dominion, mit seiner fortschrittlichen Denkweise weltweit führend zu sein. Die Arbeiten wurden von der Ferro-Concrete Company of Australasia begonnen, aber von Mitarbeitern des Stadtrats abgeschlossen, nachdem die Dimensionen des Projekts die ursprünglichen Auftragnehmer in den Konkurs getrieben hatten. Die Brücke hat eine große Mittelspannweite von 97,6 m, mit drei kleineren Spannweiten an ihrer östlichen Zufahrt und sechs an ihrer westlichen. Die 296 m lange und vollständig aus Stahlbeton errichtete Brücke verfügt über die damals weltweit längsten durchgehenden Stahlbetonträger. Elektrische Straßenbeleuchtung – Anfang des 20. Jahrhunderts ungewöhnlich – erhellte die erhöhten Gehwege, und die Brücke war für den Gegenverkehr ausgelegt. In den ersten Jahrzehnten war nur wenig Instandhaltung nötig, obwohl in den 1930er und 1950er Jahren zwei Sanierungsprogramme durchgeführt wurden. Die Brücke wird noch heute als wichtige Verkehrsader genutzt und erfuhr in den 1990er Jahren weitere kleinere Umbauten. Die Grafton Bridge ist aufgrund ihrer fortschrittlichen Betontechnologie von nationaler und internationaler Bedeutung und ein wichtiges Symbol nationalen und bürgerlichen Stolzes. Sie ist als bedeutendes Bauprojekt, das von den lokalen Behörden initiiert und abgeschlossen wurde, von großem Wert. Das Bauwerk liefert wertvolle Informationen über die Entwicklung des Straßenverkehrs und war die erste große Straßenbrücke in Auckland. Sie spielte eine wichtige Rolle im Leben der Einwohner Aucklands als Verbindung zum Auckland Hospital und den Erholungsgebieten im Auckland Domain. Das Bauwerk, dessen Fundamente auf einem Friedhof aus der frühen Kolonialzeit errichtet wurden, zeugt von der bürgerlichen Haltung des frühen 20. Jahrhunderts gegenüber der Vergangenheit und den Toten. Es besitzt als markantes Wahrzeichen einen hohen Wert und ist Teil einer größeren historischen Landschaft, zu der auch der Friedhof an der Symonds Street gehört.