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Die neue Fußgängerbrücke über den Fluss Arakil in der spanischen Region Navarra ist die längste einfeldrige Holz-Fußgängerbrücke der Welt. Das spektakuläre Bauwerk verbindet die Ortschaften Ibero und Etxauri nahe Pamplona und gilt als bahnbrechender Meilenstein für die moderne Holzbauindustrie. Mit einer freien Spannweite von 86,8 Metern kommt die Konstruktion komplett ohne Zwischenstützen im empfindlichen Flussbett aus.
Technische Projektdaten im Überblick
Gesamtlänge / Spannweite: 86,8 Meter (einfeldrig)
Gesamtgewicht der Holzkonstruktion: 106 Tonnen
Material: Hochwertiges Brettschichtholz (Kiefer für die Tragstruktur, navarrische Buche für den Gehbelag) kombiniert mit stählernen Verbindungselementen.
Tragwerksplanung und Fertigung: Madergia (Aoiz, Spanien).
Bauausführung und Montage: Construcciones Mariezcurrena.
Digitale Berechnung: Modellierung und statische Prüfung erfolgten über die Spezialsoftware Dlubal RFEM 6. [1, 2, 3]
Konstruktion und architektonische Besonderheiten
Die Entscheidung für eine reine Holzbrücke basierte sowohl auf ökologischen als auch auf ästhetischen Kriterien, um das Bauwerk harmonisch in den Flusspark der Region Pamplona zu integrieren. Die bogenförmige Geometrie ermöglichte den Verzicht auf Pfeiler im Wasser. Dies schützt das lokale Ökosystem des Flusses Arakil und verhindert Blockaden oder Beschädigungen bei zukünftigen Hochwasserereignissen. [1, 2]
Logistik und Montage
Aufgrund der immensen Ausmaße wurde die Bogenbrücke im Werk in Aoiz in acht separate Segmente zerlegt und vorgefertigt. Diese wurden per Schwertransport an das linke Flussufer geliefert und dort vor Ort präzise zusammengebaut. [1, 2, 3]
Der finale Einhub stellte ein logistisches Meisterwerk dar: Die gesamte, 106 Tonnen schwere Brücke wurde von einem Schwerlastkran in einem Stück angehoben und zentimetergenau auf die zuvor betonierte Widerlager an beiden Ufern gesetzt. [1, 2, 3]
Bedeutung für die Region
Das Projekt ist Teil einer groß angelegten Infrastruktur-Initiative der Regierung von Navarra, die auf nachhaltige Mobilität und den Ausbau von Rad- und Fußgängerwegen setzt. Mit dieser Brücke wird eine wichtige Lücke im regionalen Wegenetz geschlossen und gleichzeitig demonstriert, dass moderner Holzbau eine extrem leistungsfähige und langlebige Alternative zu klassischen Beton- oder Stahlbrücken darstellt.