

2004
© Thorsten Grödel

2004
© Thorsten Grödel


2004
© Thorsten Grödel

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© Thorsten Grödel
Die Elbebrücke Bad Schandau ist eine 292 Meter lange Straßenbrücke der Bundesstraße 172, die bei Stromkilometer 11,53 die Elbe in der sächsischen Stadt Bad Schandau überspannt.
Das markante Bauwerk wurde im Jahr 1977 fertiggestellt, um den stetig wachsenden Kraftfahrzeugverkehr im Elbtal aufzunehmen und die historische, kombinierte Eisenbahn- und Straßenbrücke zu entlasten. Technisch zeichnet sich das Bauwerk als einzelliger Spannbetonhohlkasten aus, dessen 100 Meter langes Hauptfeld über dem Strombereich durch ein charakteristisches, parabelförmig unterspanntes Betonband unterstützt wird.
Nach einer umfassenden Instandsetzung in den Jahren 2001 bis 2003 geriet das Bauwerk im November 2024 unerwartet in eine tiefe Krise. Aufgrund gravierender Zweifel an der Tragfähigkeit und dem Fund von Rissen im Beton ordnete das Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine sofortige Vollsperrung an. Ursache war die Verwendung desselben spannungsrissgefährdeten Hennigsdorfer Spannstahls, der kurz zuvor maßgeblich zum Einsturz der Dresdner Carolabrücke beigetragen hatte. Nach intensiven Untersuchungen, permanentem Bauwerksmonitoring und erfolgreichen experimentellen Belastungstests im Frühjahr 2025 konnte die Brücke im April 2025 zunächst für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen und im November 2025 unter strengen Auflagen bis 30 Tonnen teilüberholt wieder freigegeben werden. Um die Verkehrsader langfristig zu sichern, haben im Frühjahr 2026 umfassende Baugrunduntersuchungen für einen dauerhaften Ersatzneubau begonnen, während parallel die Errichtung einer logistisch flankierenden Behelfsbrücke für die Region realisiert wird.
Beim Bau der Brücke wurde in Flussmitte ein Hilfspfeiler genutzt. Nach der Brückemontage als der Hilfspfeiler schon lastfrei war, wurde er von einem Schiff gerammt und zerstört.