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    BAS 37597
    Wehrsteg Koblenz
    Brückenbild

    14.07.2007

    © Ralf A. Flemming

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    Bild 1

    14.07.2007

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    Informationen von Ralf A. Flemming:
    1926 verfasste die "Interessengemeinschaft zur Förderung der Kanalisierung von Mosel und Saar" eine „Denkschrift betreffend die Schiffbarmachung von Mosel und Saar und die Ausnutzung der in ihnen ruhenden Wasserkräfte“. In den Jahren zwischen 1938 und 1940 stellte die deutsche Reichsregierung einen Ausbauentwurf vor, der die Errichtung von insgesamt 6 Moselstaustufen vorsah. 1941 wurde mit dem Bau der Staustufe Koblenz begonnen. Durch den 2. Weltkrieg, insbesondere aufgrund der nunmehr verstärkt durchgeführten Bombenangriffe der alliierten Luftwaffe auf Koblenz ab 1943 und aufgrund Baustoff- und Arbeitermangels (viele Koblenzer wurden in den letzten Kriegsjahren evakuiert) unterbrochen, wurde der Bau erst 1948 fortgesetzt und 1951 beendet. Mit Unterbrechung betrug die Bauzeit somit 10 Jahre!

    Die Staustufe Koblenz wird auch als das "Tor zur Mosel" bezeichnet, da sie in Richtung stromaufwärts die erste Moselstaustufe ist. Die genaue Position der Staustufe Koblenz wird mit "Flusskilometer 1,96", der höchste schiffbare Wasserstand (HSW) mit 8,34 m angegeben. Der Höhenunterschied der Staustufe (Fallhöhe) beträgt 6,52 m. Die Staustufe Koblenz ist mit zwei Schleusenkammern ausgestattet (170 m x 12 m und 122 m x 12 m). Bei dem Wehr handelt es sich um ein 3-feldriges Walzenwehr, wobei die mittlere Walze mit einer "Fischbauchklappe" zur Eisabfuhr und zur Durchflussregulierung bei Hochwasser ausgestattet ist. Mit Hydraulikzylindern wird die Klappe geneigt bzw. aufgestellt. Das Wasserkraftwerk an der rechten Uferseite besteht aus drei Kaplan-Rohrturbinen mit senkrechter Welle und hat einen Ausbauabfluss von 380 m³/s. Betreiber der Wasserkraftwerksanlagen ist die "RWE Energie AG".

    „An den Moselstaustufen wird das vorhandene Gefälle zur Energiegewinnung genutzt. Im Zuge der Schiffbarmachung der Mosel wurden zwischen Koblenz und Trier zehn und in der deutsch-luxemburgischen Grenzstrecke zwei Wasserkraftwerke errichtet, die seitdem umweltfreundlich Strom erzeugen. In einer späteren Ausbauphase entstanden in Frankreich noch fünf weitere Kraftwerke. Für die Leistung der einzelnen Kraftwerke ist zum einen die Wassermenge, zum anderen aber auch die Fallhöhe an den einzelnen Staustufen maßgebend. Die schnell durchfließenden Wassermassen setzen die Turbine in Bewegung und durch diese Drehbewegung wird in dem Generator Strom erzeugt.“

    Durch Anordnung der Bezirksregierung Koblenz v. 3. Juli 1980 wurde das Gebiet der Moselstaustufe Koblenz zum Fischschonbezirk erklärt, d. h., das "jede Art des Fischfangs" verboten ist. Am rechten Flussufer existiert ein mit gravierenden Mängeln behafteter "Fischpass" (Fischaufstiegsanlage, Bauart: Beckenpass am rechten Ufer unter dem Zugang zum Kraftwerk hindurch in das Unterwasser des Kraftwerkes), der aufgrund einer Studie (Ingenieurbüro Dr. Gebler, Walzbachtal v. Februar 2007) hinsichtlich der Durchgängigkeitsklasse „weitestgehend undurchgängig, der Aufstieg nur für einzelne Exemplare möglich ist.“ Für eine funktionsfähige Fischabstiegsanlage existieren zurzeit nur Empfehlungen! Hinsichtlich der Vorplanungen eines "Fischaufstieg Koblenz" wird eine naturnahe Lösung (Raugerinne-Beckenpass) empfohlen.

    Gem. Bekanntmachung (Az: 2-231.2-AnlMo/8 III) des Schifffahrtsamtes Koblenz (Nationales Verhandlungsverfahren mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb) soll der vorhandene Wehrsteg durch einen Neubau ersetzt werden. Auftragsdauer: 5 Monate. Einsendefrist für die Anträge auf Teilnahme: 15.03.2007. Die Aufforderung zur Angebotsabgabe erfolgte bis zum 13.04.2007.

    Da seine Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt ist, wird vermutet, das die Erneuerung des mittlerweile unansehnlich gewordenen Wehrstegs mit dem Ziel der optischen Aufwertung der Staustufe im Hinblick auf die 2011 in Koblenz stattfindende BUGA (Bundesgartenschau) durchgeführt wird.