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    BAS 4427
    Thyratalbrücke
    Die Thyratalbrücke erreichte das westliche Widerlager

    Die Thyratalbrücke erreichte das westliche Widerlager

    12.10.2003

    © Manfred Schröter, Berga

    verboten / prohibitedkeine andere Nutzung erlaubt
    Bild 1

    01.04.2007

    © Frank Sellke / brueckenweb.de

    gegen Entgeld / for a feeNutzung gemäß den Bedingungen
    Bild 2

    01.04.2007

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    Deutschland
    Sachsen-Anhalt
    Berga
    bei Bösenrode
    Thyratal
    Autobahn A38
    Balkenbrücke
    Stahlverbund
    2002-2005
    90.00 m
    1115.00 m
    29.00 m

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    40.00 m
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    in Betrieb
    Die Thyratalbrücke nördlich von Berga, dicht bei Bösenrode, hat nach dem letzten Verschub am 11. Oktober 2003 das westliche Widerlager erreicht. Somit ist diese Brücke mit einer Länge von 1115 Metern die längste Autobahnbrücke im Verlauf der A 38.

    Auf 12 Y-Pfeilern, mit einer maximalen Höhe von 40 Metern, überspannt die Stahlkonstruktion das Tal der Thyra, sowie die Landstraße und die Eisenbahnlinie von Berga nach Stolberg/Harz.

    Im Oktober/November 2003 werden die Verschublager gegen Rollenlager ausgetauscht, danach wird die Betonfahrbahn aufgebracht. Die Brücke ist mit dem Stahlbalken 21 Meter breit und wird um je 4 Meter verbreitert, somit wird die Brücke ca. 29 m Breite erreichen.

    Die Stützweite von Pfeiler zu Pfeiler beträgt: 70 m - 75 m - 85 m - 9 x 90 m und 75 m von West nach Ost = 1115 Meter.
    (Informationen von Manfred undRaik Schröter)

    Bis März 2004 werden die Verschublager gegen Lager auf den Brückenpfeilern ausgetauscht. Von März bis November wird das Betonfundament für den Straßenbelag errichtet. Dazu werden zur Zeit zwei schlittenartige Verschalungshallen auf dem Stahlkörper montiert, in denen dann die Betonarbeiten über die Bühne gehen sollen. 13 000 m³ Stahlbeton werden für den Fahrbahnuntergrund veranschlagt. Im mittleren, dicksten Bereich wird die Betonpiste 37 cm stark sein.
    (informationen von Manfred und Raik Schröter vom 26.01.2004)

    ausführende Baufrima: Bilfinger&Berger

    Informationen von Heidi Zengerling:
    Für den Brückenbau gab es im Thyratal verschiedene Tabuzonen, die bei der Planung zu bachten waren. So siedeln entlang des Thyra-Westhanges zahlreiche Säuger und Fledermäuse. Darüber hinaus forderte die Umweltplanung, dass im Bereich zwischen der Thyra und dem parallel verlaufenden Mühlgraben keine baulichen Eingriffe vorgenommen werden durften. Die Pfeiler der Brücke wurden so weit wie möglich von den Uferbereichen entfernt platziert, um Eingriffe in den Flussbereich und die Überschwemmungsgebiete zu vermeiden.

    Für die Bauzeit entstanden verschiedene Wirtschaftswege. So wurde für das westliche Widerlager der brücke ein neuer Wirtschaftsweg angelegt, für das östliche Widerlager wurde ein bestehender Weg umverlegt. Die neun Pfeiler westlich der Landesstrasse konnten über Baustraßen mit behlfsbrücken über die Thyra und den Mühlgraben erreicht werden. Nach der Fertigstellung der Brücke Ende 2004 wurden die Baustraßen zurückgebaut und die in Anspruch genommenen Bereiche rekultiviert. Die Zufahrten zu den Widerlagern bleiben erhalten. Unter dem bauwerk wird ein Schotterrasen für spätere Unterhaltung und Wartung der Brücke angelegt.

    Probebohrungen hatten ergeben, dass für die Thyratalbrücke ausreichend tragfähige Bodenschichten (Halbfeste Schwemmlehme, mitteldicht bis dicht gelagerte Kiese sowie zersetztes und entfestigtes Festgestein) oberflächennah anstehen. Die Bodenbeschaffenheit ermöglicht Flachgründungen der Widerlager und Pfeiler. Der Überbau ruht auf zwölf Stahlbetonpfeilern, die als Hohlpfeiler mit einteiligem Schaft und sechseckigem Querschnitt entworfen sind. Die Pfeiler haben ein Y-Form.

    Das Einschieben des Stahltroges erfolgte vom östlichen Widerlager aus im Taktschiebeverfahren. Der Überbau wird dazu mit einem circa 30 Meter langen Vorbauschnabel versehen.

    Das Bauwerk kostete circa 35,7 Millionen Euro.

    Übergabe am 20. Dezember 2005 gegen 14:30 Uhr.