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12.04.2002:
Informationen zum 1. Spatenstich für die Erneuerung der Brücke über die A59 am Duisburger Bahnhofsvorplatz

Pressemitteilung der Strassen.Nrw vom 12.04.2002:

Informationen zum 1. Spatenstich für die Erneuerung der Brücke über die A59 am Duisburger Bahnhofsvorplatz

Redner:
Michael Heinze, Ständiger Vertreter des Direktors des Landesbetriebes Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Leiter des Geschäftsbereichs Planung;
Kurt Bodewig, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen ;
Ernst Schwanhold, Minister für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen;
Wilhelm Bode, Vertreter der Auftragnehmer der ARGE Bahnhofsvorplatz.

Erneuerung des Bauwerks Bahnhofsvorplatz der Autobahn 59 in Duisburg
Mit der Erneuerung des Bauwerks vor dem Duisburger Hauptbahnhof startet Straßen.NRW den sechsstreifigen Ausbau der A59, die in diesem Bereich als Magistrale durch das Herz der Stadt führt. In den kommenden 15 Monaten will der Landesbetrieb hier für 3,9 Millionen Euro die Verkehrsverhältnisse verbessern. Die Baumaßnahme soll dabei auch den gestiegenen städtebaulichen Anforderungen im Eingangsfeld des Hauptbahnhofs und der späteren Nutzung großer Brachflächen des Güterbahnhofes gerecht werden. Der nördliche Teil des Bahnhofsvorplatzes ist in der letzten Woche bereits abgebrochen worden. Die Fertigstellung des neuen Bauwerkes wird vor den Sommerferien 2003 erwartet. Weitere Teilbaumaßnahmen wie der Bau eines Pumpwerkes und einer Haus­abfangung sollen ebenfalls 2003 in Angriff genommen werden. Mit dem umfassenden Ausbau der Strecke zwischen der Anschlussstelle Duisburg-Duissern und der Anschlussstelle Duisburg-Hochfeld beginnt Straßen.NRW voraussichtlich Mitte 2004.

Ausbau der A59
Die Verkehrszählung von 1995 ergab eine durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung (DTV) von 63.000 Fahrzeugen im Bereich des Hauptbahnhofs, die ca. 2 km weiter nördlich vor dem Autobahnkreuz A 59 / A 40 bis auf 88.000 Fahrzeuge anwächst. Die Folgen sind eine perma­nente Überlastung und Rückstaus mit erhöhter Unfallgefahr in diesem Bereich. Deshalb wird ein Ausbau der A 59 zwingend erforderlich, was aber gleichzeitig bedeutet, dass Bauwerke wie der Bahnhofsvorplatz an die neuen Ausbauverhältnisse angepasst werden müssen.
Der 6-streifige Ausbau der A 59 im Bereich zwischen AK Duisburg und der AS Duisburg-Hoch­feld ist im aktuellen Bedarfsplan zum Fernstraßenausbaugesetz als vordringlicher Bedarf einge­stuft. Für den Gesamtabschnitt der A 59 sowie für den Neubau der parallel verlaufenden, städtischen Osttangente liegt ein rechtsgültiger Planfeststellungsbeschluss vor.
Zwischenzeitlich hat die Stadt Duisburg von der Ausführung der Osttangente Abstand genom­men. Aus diesem Grunde wird die Ausbauplanung in Teilen zur Zeit nochmals überarbeitet. Die seitens der Stadt gewünschte Anbindung der neuen Nutzung auf dem Güterbahnhofsgelände im Süden des Hauptbahnhofes wird hierbei berücksichtigt.

Bauwerk Bahnhofsvorplatz
Ein 1998 erstelltes Gutachten zur Sicherheit und Qualität der Bauwerkssubstanz kam zu dem Ergebnis, dass der nördliche und südliche Teil der Brücke nur noch eine sichere Nutzung von etwa 5 Jahren erwarten ließ, während der mittlere Teil aus Sicherheitsgründen kurzfristig ab­gebrochen werden musste. Das neue Bauwerk wird für die heute gültigen hohen Verkehrslasten ausgelegt, so dass auch für die anschließende städtebauliche Gestaltung des Brückenbauwerkes durch die Stadt genügend Spielraum verbleibt. Ebenso wurde bereits berücksichtigt, dass sich im Bedarfsfall eine weitere Abdeckung der A 59 nördlich und südlich des Bahnhofsvorplatzes zu einem späteren Zeitpunkt problemlos realisieren lässt. Diese Vision ergibt sich im Hinblick auf die zukünftige Verwendung der großen Brachflächen des Güterbahnhofsgeländes.Der Forderung, den Verkehrsfluss während der Bauzeit, die mit weniger als 1 ½ Jahren für ein derartiges Bauvolumen extrem kurz ist, möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird weitgehend Rechnung getragen Verkehrsbehindernde Arbeiten werden nur in verkehrsarmen Zeiten am Wochenende und in der Nacht durchgeführt. Entsprechende Umleitungsstrecken sind ausgeschildert. Der Hauptein­gangsbereich des Bahnhofes ist jederzeit zugänglich.

Geschichtliche Entwicklung der A 59
Das Stadtgebiet Duisburg, eingeengt zwischen dem Rhein und den Städten Mülheim a. d. Ruhr und Oberhausen, erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über eine Länge von rd. 23 km bei nur einer Breite von 5 bis 12 km. Bedingt durch diese charakteristische Form wurde bereits vor dem ersten Weltkrieg besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Nord-Süd-Verkehrsverbindungen in Duisburg gelegt.Man entwickelte Pläne für eine schienengebundene Stadtschnellbahn, welche die Städte Köln, Düsseldorf, Duisburg, Oberhausen und Dortmund verbinden sollte. Ein Abzweig sollte von Duisburg über die heutigen Stadtteile Meiderich und Hamborn bis nach Dinslaken führen. Mit dem ersten Weltkrieg kamen die Planungsarbeiten zum Erliegen. Nach Kriegsende lebte der Gedanke jedoch wieder auf. Einen wesentlichen Impuls hierzu gab ein Ideenwettbewerb für die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Ein Vorschlag sah zwei Verkehrsebenen vor, wobei die untere Ebene Platz für eine Straßenbahn und eine Nord-Süd-Straßenverbindung bieten sollte.
In den Jahren 1931 bis 1934 wurde die Brücke am Bahnhofsvorplatz gebaut. Der zweite Welt­krieg verhinderte weitere Planungen. Erst 1952 konnte mit dem Bau des ersten Teilabschnittes der Nord-Süd-Straße zwischen der Landfermannstraße und der Koloniestraße begonnen werden. 1957 wurde der erste Teilab­schnitt dem Verkehr übergeben. Nach Fertigstellung des zweiten Teilabschnittes zwischen Ko­loniestraße und Grunewald im Jahre 1959 folgte der Lückenschluss 1962 zwischen Landfer­mannstraße und dem damaligen Ruhrschnellweg, der heutigen A 40. 1981 ging die Nord-Süd-Straße, von den Duisburgern schlicht „Achse“ genannt, vollständig in die Baulast des Bundes über und wurde zur Autobahn A 59 aufgestuft.

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Anlagen: Redebeiträge zum 1. Spatenstich:
Quelle: Strassen.NRW

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