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29.11.2002:
B 238 entlastet Lemgos Innenstadt
Viereinhalb Kilometer neue Straße mit 15 Brücken offiziell freigegeben

B 238 entlastet Lemgos Innenstadt
Viereinhalb Kilometer neue Straße mit 15 Brücken offiziell freigegeben


Münster/Lemgo (straßen.nrw). Die viereinhalb Kilometer lange Westumgehung von Lemgo (B 238) haben heute (29.11.) Ekhart Maatz aus dem NRW-Verkehrsministerium und Straßen.NRW-Direktor Henning Klare für den Verkehr freigegeben, „eine wesentliche Entlastung der Innenstadt Lemgos“, wie beide in ihren Ansprachen betonten. 21,7 Millionen Euro hat die neue Straße mit 15 Brücken gekostet. Sie ist Teil eines für Lemgo erstellten Gesamtkonzeptes von Umgehungsstraßen, zu der auch die südliche B 66n gehört, die 2004 freigegeben werden soll.
Der „Erste Spatenstich“ für die heute freigegebene Straße war am 30. April 1996 auf der Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses vom 1. September 1995. Die Planungen für das Lemgoer Umgehungsstraßen-Konzept reichen bis zum Anfang der 80er Jahre zurück, nachdem die Pläne für eine Autobahn zwischen Bremen und Gießen (A 5) und die so genannte Nordharzautobahn von Holland bis zum Harz (A 35) verworfen worden waren.
210.000 Kubikmeter Boden wurden bewegt für die neue, acht Meter breite Straße. Das entspricht mehr als 21.000 LKW-Ladungen. Die 15 Brücken sind zwischen 4,40 (über den Laubker Bach) und 115 Meter (B 66 / Bahnstrecke) lang. Der Brückenbau kostete 7,8 Millionen Euro.
14 Hektar gestalteten die Landschaftspfleger des Landesbetriebes Straßenbau NRW neu als Ausgleich für die Eingriffe in die Natur. Heimische Gehölze wie Stieleiche, Hainbuche und Erle haben hier ein Zuhause gefunden, ergänzt von bewirtschafteten Obstwiesen. Drei Regenrückhaltebecken sammeln das Wasser von der Straße und filtern die Schadstoffe, damit sie nicht ins Grundwasser gelangen.
Schulter an Schulter mit den Straßenbauern arbeiteten auch Archäologen auf der Baustelle. Von 1997 bis 1999 haben sie Spuren einer Siedlung der vorrömischen Eisenzeit freigelegt. In den Überresten von zwei Grubenhäusern und fünf Kellergruben fanden die Archäologen große Mengen an Keramik, die zum Teil als Zeugen der Römischen Kaiserzeit wieder zusammengesetzt werden konnten. Noch in diesem Jahr wurde ein Gräberfeld aus der gleichen Zeit entdeckt. Bedeutendster Fund war eine eiserne Fibel, eine Spange, die mal ein römisches Gewand zusammengehalten hat.

Quelle: Strassen.NRW

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