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21.01.2003:
Vandalismus auf Rodenkirchener Rheinbrücke

Landesbetrieb Straßen.NRW erstattet Anzeige

Vandalismus auf Rodenkirchener Rheinbrücke: Lärmschutzelemente im Wert von 350.000 Euro mutwillig zerstört

Köln (straßen.nrw). Über 300 Lärmschutzelemente der Rodenkirchener Rheinbrücke sind von Unbekannten mutwillig zerstört worden. Die Schadensbilanz, die die Kölner Niederlassung von Straßen.NRW heute veröffentlichte, beläuft sich auf über 350.000 Euro. "Ein solches Ausmaß an Zerstörungswut haben wir noch nie erlebt", erklärte Uwe Dewes, Leiter der Kölner Niederlassung des Landesbetriebes, der inzwischen bei der Polizei Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat.

Ende Dezember muss die kriminelle Aktion der unbekannten Vandalen stattgefunden haben. Die Zählung der Straßenbauer ergab in Fahrtrichtung Aachen 300 und in Fahrtrichtung Olpe 43 zerstörte Glaselemente der Lärmschutzwand. Den Schaden beziffert Dewes auf eine Summe zwischen 350.000 und 400.000 Euro.

Die Lärmschutzanlagen an der Rodenkirchener Rheinbrücke waren im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A4 errichtet worden. Aus gestalterischen Gründen entschied man sich im Bereich der Brücke für transparente Elemente aus Mineralglas. Die Glaselemente bestehen aus Zweischeibenverbundsicherheitsglas, das auf eine dazwischen liegende hochelastische, zähe Kunststofffolie geklebt ist.

Die 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand hat auf beiden Brückenseiten zusammen eine Gesamtlänge von 1.436 Metern. Sie ist in 547 Felder unterteilt. Jedes Feld besteht aus zwei Glaselementen. Die gesamten Baukosten betrugen 1,2 Millionen Euro.

Bereits vor der Inbetriebnahme im Jahr 1994 wurden 10 Glaselemente zerstört. Bis zu dem jetzigen Zerstörungswerk wurden 111 mutwillig zerstörte Glaselemente ersetzt. Bis dahin betrug der Reparaturaufwand für den Landesbetrieb 190.000 Euro.
Ob der aktuelle Schaden wieder mit Glaselementen oder mit anderen Konstruktionen aus Metall oder Kunststoff behoben wird, kann Dewes im Moment noch nicht sagen. Eingeplant ist das Geld im Etat der Straßen.NRW-Niederlassung, die für die Autobahnen im südlichen Rheinland zuständig ist, jedenfalls nicht. Dewes hofft noch darauf, dass sich mögliche Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen melden: "Wenn wir den oder die Täter bekommen, werden wir natürlich versuchen, die Reparaturkosten wieder einzutreiben."

Geprüft wird zur Zeit, ob eine Videoüberwachung der Wege auf der Brücke möglich ist. Auch die Polizei hat die Brücke verstärkt im Blick. Dewes weiter: "Jedenfalls wollen wir nicht wieder nur ein neues Angriffsziel für kriminelle Randalierer installieren, die dann erneut die Steuerzahler in so einem Ausmaß schädigen können."

Quelle: Strassen.NRW

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