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23.08.2007:
Bund will Autobahnlücke an der A 1 so schnell wie möglich schließen

Planfeststellungsbeschlüsse spätestens bis 2011 angestrebt
Der Bund und die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ziehen bei dem wichtigen Verkehrsprojekt "Lückenschluss A 1" an einem Strang. "Die von der Ostsee zur französischen Grenze führende A 1 hat eine herausragende verkehrs- und strukturpolitische Bedeutung. Daher arbeiten wir gemeinsam mit großem Nachdruck an der Schließung der noch rund 31 km großen Lücke zwischen dem nordrhein-westfälischen Blankenheim und dem rheinland-pfälzischen Rengen", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Achim Großmann. Für diese Lücke liegt noch kein Baurecht vor.
"Mit den Verkehrsministern von Nordrhein Westfalen und Rheinland Pfalz, Oliver Wittke und Hendrik Hering, bin ich einig, dass es für alle Bauabschnitte der A1 bis spätestens 2011 einen Planfeststellungs-Beschluss geben soll", so Großmann weiter. Derzeitiges Ziel ist es, den Lückenschluss der A 1 zwischen Rengen und Gerolstein 2009 und bis Kelberg bis 2010/2011 voranzubringen, betonten Großmann und Hering. Noch in dieser Woche könne mit den bauvorbereitenden Arbeiten im Abschnitt Gerolstein-Kelberg begonnen werden. "Damit sind jetzt alle Abschnitte der A 1 in der Umsetzung, für die das Baurecht vorliegt", teilen beide mit. Hering erklärte, dass die bereits laufenden Bauarbeiten des 3,8 km langen Abschnitts zwischen Rengen und Gerolstein bis 2009 fertig gestellt werden könnten. Für den neu begonnenen rund 2,6 km langen Autobahnabschnitt zwischen Gerolstein und Kelberg sei der Bau von drei Brückenbauwerken erforderlich. Begonnen werde im Frühjahr 2008 mit der Talbrücke Königsuhr. Der Bauauftrag hierfür sei bereits vergeben. Zur Vorbereitung würden zunächst Erdarbeiten durchgeführt. "Für den Bau stellt der Bund 35 Millionen Euro zur Verfügung", betont der Parlamentarische Staatssekretär Großmann.
Ebenfalls auf Hochtouren laufen in beiden Ländern die Arbeiten an den noch in der Planung befindlichen Abschnitten. Derzeit werden in enger Abstimmung die landespflegerischen Unterlagen überarbeitet. Hiervon betroffen sind im Hinblick auf geänderte Rechtsgrundlagen die FFH-, Vogelschutz- und Artenschutzuntersuchungen. Diese Arbeiten sollen weit gehend noch in 2007 abgeschlossen werden.
Durch die enge Zusammenarbeit sehen die beiden Verkehrsminister gute Chancen, die Planungen schneller zum Abschluss zu bringen. Ziel ist es, schnellstmöglich die Planfeststellungsverfahren in diesen Abschnitten weiter zu betreiben und in 2011 die Planfeststellungsbeschlüsse zu erlassen.
Während Rheinland-Pfalz sich vom Süden her vorarbeitet, plant Nordrhein-Westfalen im nördlichen Abschnitt zwischen Blankenheim und Lommersdorf. Hier würden derzeit die Voraussetzungen geschaffen, damit im Jahr 2008 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann, so Verkehrsminister Wittke.
"Wir nehmen die A 1-Lücke damit von zwei Seiten mit Nachdruck in die Zange", erklärten die Verkehrsminister abschließend. Entscheidend auch für einen möglichen Baubeginn werde allerdings sein, dass keine neuen Planungshemmnisse durch erneute zusätzliche naturschutzfachliche Anforderungen entstünden und keine umfangreichen Klagen gegen die Planfeststellungsbeschlüsse eingelegt werden würden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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