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25.09.2007:
Neue Straßenverbindung in Wertheim durch Umbau der Alten Eisenbahnbrücke über die Tauber

Regierungspräsidium Stuttgart leitet Planfeststellungsverfahren ein - Andriof: Innerstädtische Straßeninfrastruktur wird wesentlich verbessert
Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in diesen Tagen das Planfeststellungsverfahren für eine neue innerörtliche Hauptverkehrsstraße „Straße über die Alte Eisenbahnbrücke und Bahnlinie“ zwischen der L 506 und der Wilhelm-Blos-Straße in Wertheim mit Auflösung des Bahnübergangs bei Bahn-km 30,884 der Bahnlinie Lauda-Wertheim eingeleitet. Die Unterlagen können in der Zeit vom 15. Oktober 2007 bis 15. November 2007 beim Bürgermeisteramt Wertheim, Mühlenstraße 26, 97877 Wertheim, Zimmer 231, von Montag bis Freitag in der Zeit von 08.00 Uhr bis 12.00 Uhr sowie donnerstags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr eingesehen werden. Bis zum 29. November 2007 haben die von dem Straßenprojekt der Stadt Wertheim betroffenen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Einwendungen zu erheben. Mit der Offenlegung der Unterlagen hat das Regierungspräsidium zugleich die Fachbehörden - die so genannten Träger öffentlicher Belange - gebeten, sich zu äußern.
Regierungspräsident Dr. Udo Andriof: „Mit der Offenlegung der Unterlagen leitet das Regierungspräsidium zügig die rechtlich notwendigen Schritte für die Verwirklichung einer Maßnahme ein, die eine wesentliche Verbesserung der Straßeninfrastruktur in Wertheim bedeuten wird. Sie wird für den innerstädtischen Verkehr zwischen der Altstadt und dem südlichen Stadtgebiet links der Tauber mit dem Krankenhaus, dem Gymnasium und der Main-Tauber-Halle eine attraktive Alternative zur bestehenden Tauber-Brücke bieten. Bei regelmäßig wiederkehrendem Hochwasser, das zur Überflutung der Altstadt führt, wird künftig das Krankenhaus ständig erreichbar sein. Durch den Ersatz des Bahnübergangs „Untere Leberklinge“ wird die neue Straße auch die Verkehrssicherheit in Wertheim erhöhen.“
Gegenstand der Planfeststellung ist der Neubau der innerörtlichen Hauptverkehrsstraße „Straße über die Alte Eisenbahnbrücke und Bahnlinie“ auf einer Länge von 434 Metern zwischen der Landesstraße 506 und der Wilhelm-Blos-Straße. Der Ausbau soll auf der gesamten Länge mit 6 m Fahrbahnbreite und einem einseitigen 1,50 m breiten Gehweg erfolgen. Die durch die Maßnahme unterbrochenen Ortsstraßen sollen mit ihrer derzeitigen Breite neu angebunden werden. Im Zuge der Baumaßnahme wird ein schienengleicher Bahnübergang durch eine Straßenbrücke über die Bahnlinie ersetzt werden. Die Gesamtkosten für das Straßenbauprojekt sind mit rund 3,9 Mio. Euro veranschlagt.
Die Maßnahme setzt sich aus mehreren Abschnitten zusammen: 1. Umbau der L 506 mit Anlage eines Aufstellbereichs für Linksabbieger im Bereich der Brückenauffahrt „Alte Eisenbahnbrücke“. 2. Reaktivierung der aufgelassenen Eisenbahnbrücke und Umnutzung zur Straßenbrücke unter Mitnutzung der vorhandenen Pfeiler und Widerlager mit Anschluss an die L 506, der Überbau wird als Stahlverbundbrücke hergestellt. 3. Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs bei Bahn-km 30,884 der Bahnlinie Lauda-Wertheim durch Neubau einer Straßenüberführung. 4. Versetzen des Vorsignals und Änderung der Signal- und Steuerungstechnik für die Bahnlinie 4920 im Bereich der Baumaßnahme. 5. Schaffung eines Parkplatzes als Ersatz für den Parkplatz, der durch die neue Bahnüberführung überbaut wird. 6. Lage- und höhenmäßige Anpassung der durch die neue innerörtliche Hauptverkehrsstraße unterbrochenen kommunalen Straßen.
Zum Ausgleich der mit der Baumaßnahme verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft ist geplant, ca. 1,5 km südlich des Eingriffsbereichs einen Acker im überschwemmungsgefährdeten Talraum der Tauber in ein Auengehölz mit Hochstaudenflur umzuwandeln.

Quelle: Regierungspräsidium Stuttgart

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