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08.07.2008:
Erster Spatenstich für neue Eisenbahnbrücke bei Kehl

Tiefensee: Wichtiger Deutsch-Französischer Brückenschlag
"Der europäische Transitverkehr erhält nun eine neue schnelle Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich. Menschen reisen schneller und Güter werden effektiver transportiert." Das sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee heute während des ersten Spatenstichs für die neue Eisenbahnbrücke bei Kehl.

Der Brückenneubau ist Teil des TEN-Projektes Nr. 17 Paris-Straßburg-Stuttgart-Wien-Bratislava, der "Magistrale für Europa".

Tiefensee: "Die Gesamtinvestitionen von 51 Millionen Euro sind gut angelegtes Geld: Bis zum Jahre 2010 wird die neue zweigleisige Eisenbahnbrücke den Rhein zwischen dem deutschen Kehl und dem französischen Straßburg überspannen."
Die neue Brücke ersetzt die eingleisige Brücke aus dem Jahre 1956, die den heutigen Ansprüchen des Hochgeschwindigkeitsverkehrs nicht mehr gewachsen ist. Außerdem wird der unmittelbar angrenzende Bahnhof Kehl umgebaut und um ein elektronisches Stellwerk ergänzt. Dann können die französischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV, die seit 2007 Paris, Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart und auch München miteinander verbinden, Brücke und Bahnhof mit 160 Kilometern pro Stunde passieren.

Nach einem Abkommen aus dem Jahre 1953 teilen sich Deutschland und Frankreich die Kosten für den Brückenneubau in Höhe von rund 23 Millionen Euro. Nach dem Staatsvertrag vom März 2006 erfolgen Planung, Ausschreibung, Vergabe und Überwachung der Baumaßnahmen durch die Bundesrepublik Deutschland. Die DB Netz AG ist mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.

Auch für die Rheinschifffahrt ergeben sich Vorteile: Die Durchfahrhöhe für Rheinschiffe erhöht sich auf sieben Meter und die Anzahl der Brückenpfeiler im Rhein verringert sich von zwei auf zukünftig nur noch ein Widerlager. Nach Inbetriebnahme der neuen wird die alte Brücke abgebaut.

Bereits im Juni 2006 hatte Tiefensee gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Österreich und der Slowakei in Luxemburg eine Absichtserklärung zur schnellstmöglichen Realisierung unterzeichnet.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

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