Nachricht
08.07.2008:
Baubeginn für neue Eisenbahnbrücke über den Rhein

Mehr Kapazität und höhere Geschwindigkeiten für grenzüberschreitende Verkehre
Gesamtinvestitionen von über 20 Millionen

(Kehl, 8. Juli 2008) In Anwesenheit von Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, Dr. Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Dr. Otto Wiesheu, Vorstand für Wirtschaft und Politik, Deutsche Bahn AG, wurde heute der offizielle Baubeginn für eine neue Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Kehl vollzogen. Die Investitionen von rund 23 Millionen Euro für die neue Rheinbrücke werden zwischen Deutschland und Frankreich im Verhältnis von 75 zu 25 aufgeteilt. Die Brücke ist Teil der rund 14 Kilometer langen Strecke zwischen Kehl und Appenweier und ein wichtiger Abschnitt der Schnellbahnverbindung Paris-Ostfrankreich- Süddeutschland (POS Süd). Die neue zweigleisige Brücke ersetzt ein eingleisiges Bauwerk aus dem Jahr 1954. Damit sollen künftig sowohl die Kapazität auf dieser bedeutenden internationalen Schienenverbindung als auch die Geschwindigkeit erhöht werden. Die neue Brücke kann mit 160 Stundenkilometer befahren werden. "Die Verbindung von Paris über Straßburg und Stuttgart nach Bratislava bzw. Budapest ist eines der wichtigsten Projekte, das im Rahmen der transeuropäischen Netze (TEN) realisiert wird", sagte Dr. Otto Wiesheu. "Der Baubeginn dieser neuen Rheinbrücke steht für mehr Mobilität und ein zusammenwachsendes Europa. Wir schaffen damit die Voraussetzung, mit schnellen internationalen Verbindungen die Bahn noch attraktiver zu machen und im Wettbewerb der Verkehrsträger weiter zu punkten." Die 238 Meter lange und 3.000 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke spannt sich mit Stützweiten von 131 und 107 Metern über den Rhein. Die 12,20 Meter hohe stählerne Fachwerkbrücke kommt mit nur einem Brückenpfeiler im Rhein aus. Die gegenüber dem alten Bauwerk vergrößerte Gesamthöhe von sieben Metern über der Wasserlinie trägt zu einer Verbesserung der Schifffahrtsbedingungen bei.

Die neue Brücke entsteht in fünf Bauphasen, die Fertigstellung ist für das Jahr 2010 geplant. Der Überbau wird auf einer Montagefläche auf französischer Seite errichtet und in der zweiten Bauphase parallel zum bestehenden Überbau über den Rhein bis zur deutschen Seite eingeschoben. Anschließend wird der gesamte Zugbetrieb zunächst auf das südliche Gleis der neuen Brücke umgelenkt. Danach können die alte Brücke und die alten Brückenpfeiler abgebaut werden. In der letzten Bauphase wird der neue Überbau seitlich in seine endgültige Position gerückt. Anschließend gehen die beiden Gleise komplett in Betrieb. Zahlen, Daten, Fakten

Ausbau POS Süd Streckenabschnitt Kehl-Appenweier

Streckenlänge Kehl-Appenweier 14 Kilometer
Höchstgeschwindigkeit max. 200 km/h
Beseitigung von Bahnübergängen 10
Gesamtinvestition rund 140 Mio. Euro

Alte Rheinbrücke bei Kehl

Baujahr 1954
Bauart Stahlfachwerk dreifeldrig
Länge/Breite/Höhe 238,4/ 7,15/ 8,50 Meter
Anzahl der Gleise 1
Anzahl der Pfeiler 2
Maximale Geschwindigkeit 100 km/h
Durchfahrtshöhe Schifffahrt 6,85 Meter über HSW

Neue Rheinbrücke bei Kehl

Bauart Stahlfachwerk zweifeldrig
Länge/Breite/Höhe 238,4/ 13,00/ 12,00 Meter
Anzahl der Gleise 2
Anzahl der Pfeiler 1
Maximale Geschwindigkeit 160 km/h
Geplante Fertigstellung 2010
Durchfahrtshöhe Schifffahrt 7,00 Meter über HSW
Investitionen 23 Millionen Euro

Quelle: Deutsche Bahn AG

Brücken

Werbung





{%footer%}