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08.01.2009:
Abrissarbeiten an der Wupper-Talbrücke Oehde

Der Rückbau der Talbrücke erfolgt im Zusammenhang mit dem sechsstreifigen Ausbau der A1. Für die künftigen Kapazitäten wäre sie nicht tragfähig gewesen; nach eingehender Untersuchung hatten die Fachleute eine Verstärkung ausgeschlossen und den Abriss empfohlen. Die statische Konstruktion und die örtlichen Gegebenheiten machen es notwendig, das Bauwerk in mehreren Arbeitsschritten "rückzubauen".

Nachdem zunächst Baustraßen geschaffen, Fundamente zur Abstützung errichtet und Lagerplätze hergerichtet waren, begann im November 2008 die Demontage. Sperrungen (Stand: 08.01.2009)

Das winterliche Wetter verzögert weiterhin die Abrissarbeiten. Derzeit sind folgende Sperrtermine geplant:

Vollsperrung der L527 "Beyenburger Straße"
Beginn der Sperrung am Montag den 19.01.2009 ca. 16 Uhr
Ende der Sperrung am Dienstag den 27.01.2009 um 16 Uhr
Vollsperrung der L420 "Blombacher Straße"
Beginn der Sperrung am Montag den 02.02.2009
Ende der Sperrung am Dienstag den 10.02.2009
Vollsperrung der B51 "Lenneper Straße"
Beginn der Sperrung am Montag den 23.02.2009
Ende der Sperrung am Samstag den 27.02.2009

Sowohl die eigentlichen Abbrucharbeiten als auch die Verkehrssicherung im Baustellenbereich sind vom Wetter abhängig. So ist zum Beispiel ein Schneiden der Betonfahrbahn nicht möglich, wenn das benötigte Kühlwasser gefriert. Geänderte Sperrtermine werden hier bekanntgegeben.

Der Rückbau in Einzelnen

Zunächst werden alle "Bauwerksteile" entfernt. Dazu gehören der Fahrbahnbelag, die Bordsteine, die Schutzplanken, die Übergänge zur Fahrbahn, die Entwässerungseinrichtungen sowie die Geländer, die Beleuchtung und die Steigleitern. Zeitgleich werden "Aussteifungen" in den Hohlkasten der Brücke eingebaut als Voraussetzung für die Demontage der Fahrbahnplatte.

Danach wird die Fahrbahnplatte zusammen mit den Brückenrändern in einzelne und transportable Teile gesägt. Diese Teile werden auf die alte Autobahn gehoben und einzeln abtransportiert. Die nächste Abbaustufe ist das Zertrennen des Stahlüberbaus und das Herunterlassen der einzelnen Teile mit Kränen zum Abtransport. Zuletzt werden die Brückenstützen durchgetrennt und einzeln abgebrochen.

Technische Daten der Wupper-Talbrücke "Oehde"

  • Baujahr 1959
  • Gesamtlänge 418,30 Meter
  • Gesamtbreite 23,30 Meter zwischen den Gesimsaußenkanten
  • Mittleres Längsgefälle in Fahrtrichtung Köln von 2,04 Prozent
  • Überbau Stahlgewicht einschließlich Lager und Verbundmittel 1477 Tonnen
  • Durchlaufträger über 7 Felder: 44 Meter, 64 Meter, 72,80 Meter, 72,80 Meter, 64 Meter, 56 Meter, 44,7 Meter
  • 6 Mittelpfeiler Höhe zwischen 16,5 Meter und 31,3 Meter, größtenteils hohl; alle 5 Meter durch Stahlbetonpodeste ausgesteift
  • Grundrissabmessungen der Pfeilerköpfe 2,20 Meter x 7,75 Meter
  • Fahrbahnplatte besteht aus Beton
  • Plattendicke variiert von 20 Zentimeter in Brückenmitte bis 42 Zentimeter über den Hauptträgerstegen
  • Als Schubbewehrung dienen aufgeschweißte Blockdübel.
  • Bis auf einen kurzen Klothoidenabschnitt liegt das Bauwerk in einer Geraden.
  • Konstruktion: Stählerner Kastenträger mit trapezförmigen Querschnitt in Verbundbauweise
  • Stählerner Trapezkasten Höhe 4,50 Meter besteht aus Baustahl
  • Konstruktion ist werkmäßig geschweißt, Baustellenstöße sind genietet.
  • Hohlkasten (innen) ist durch angeordnete Fachwerkquerverbände
  • ausgesteift, an den Lagerachsen befinden sich vollwandige Querscheiben Steg und Bodenblech sind längs und quer ausgesteift.
  • Korrosionsschutz auf Grundlage von Bleimennigen
  • Widerlager Köln ist in herkömmlicher Weise gestaltet
  • Widerlager Kamen als Kastenwiderlager bis zu 20 Meter hoch im Grundriss 22,5 Meter x 9,0 Meter großer Kasten durch zwei Mittellängswände in 3 Zellen unterteilt

Quelle: Strassen.NRW

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