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18.01.2010:
Baustart zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hildesheim und Groß Gleidingen

Die Strecke wird auf gesamter Länge auf ihrer Nordseite für den Bau des zweiten Gleises verbreitert. Dazu werden rund 110.000 Kubikmeter Boden ausgetauscht, zehn Kilometer Tiefenentwässerungsleitungen neu angelegt, 19 Eisenbahnbrücken verbreitert sowie zwei Straßen- und eine Eisenbahnbrücke ersetzt.


Der Startschuss für den zweigleisigen Ausbau der Strecke Hildesheim–Groß Gleidingen wurde heute vom Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, und dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG für Niedersachsen und Bremen, Ulrich Bischoping, im Vechelder Ortsteil Vallstedt gegeben.

Jörg Bode betonte: "Dieses Projekt hat neben regionalen Interessen auch überregionale Bedeutung. Der Ausbau beseitigt ein bisheriges Nadelöhr auf der Achse Berlin–Frankfurt/Main und sichert langfristig auch die ICE-Verkehre im südöstlichen Niedersachsen."

Ulrich Bischoping ergänzte: "Ich freue mich, dass dieses für Niedersachsen wichtige Projekt durch gemeinsame Anstrengungen von Bund, Land und Bahn jetzt Fahrt aufnimmt. Der Nutzen, den die Beteiligten daraus ziehen, wird mit der gemeinsamen Finanzierung unterstrichen."

In den kommenden zwei Jahren wird die 34 Kilometer lange Strecke mit rund 140 Millionen Euro ausgebaut. Mit dem Ausbau werden für den Fern- und Regionalverkehr zusätzliche Kapazitäten geschaffen. Auf der Fernverkehrsverbindung Frankfurt–Berlin ist der Streckenabschnitt zwischen Hildesheim und Groß Gleidingen wegen seiner Eingleisigkeit ein wesentlicher Zwangspunkt bei der Fahrplangestaltung.

Mit dem zweigleisigen Ausbau gewinnt der Nahverkehr bis zu zehn Minuten, da die teilweise langen Wartezeiten am Bahnsteig auf den Gegenzug entfallen. Beispielsweise wartet die Regionalbahn von Braunschweig nach Hildesheim derzeit in Hoheneggelsen sieben Minuten auf einen entgegenkommenden ICE. Nach dem Bau des zweiten Gleises wird es nur einminütige Halte zum Ein- und Aussteigen geben. Durch die Baumaßnahme wird auch die Geschwindigkeit auf 160 km/h erhöht und dadurch die Fahrtzeit im Fernverkehr um knapp zwei Minuten verkürzt.

Baumaßnahme:
Die Strecke wird auf gesamter Länge auf ihrer Nordseite für den Bau des zweiten Gleises verbreitert. Dazu werden rund 110.000 Kubikmeter Boden ausgetauscht, zehn Kilometer Tiefenentwässerungsleitungen neu angelegt, 19 Eisenbahnbrücken verbreitert sowie zwei Straßen- und eine Eisenbahnbrücke ersetzt. Über dem Stichkanal Salzgitter wird eine neue Eisenbahnbrücke errichtet. Außerdem werden 24 Bahnübergänge technisch angepasst, 68 Kilometer Schienen und rund 57.000 Betonschwellen verlegt. 17 Weichen werden neue eingebaut, und acht Weichen werden beseitigt. Weiterhin werden 140 Kilometer Kabel für die neue Signaltechnik verlegt und 34 Kilometer Oberleitung neu erstellt. In Bettmar, Hoheneggelsen und Lengede-Broistedt werden elektronische Stellwerke erstellt.

Der komplette Ausbau wird voraussichtlich Ende 2012 abgeschlossen sein.


Quelle: Niedersächsiches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

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