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20.09.2010:
Eisenbahnanbindung über Karnin würde viele Vorteile bringen

Bei einer Konferenz zur Eisenbahnanbindung der Insel Usedom über Karnin sprach sich Verkehrsminister Volker Schlotmann für ein vereintes Werben für den Wiederaufbau der Strecke aus.

Bei einer Konferenz zur Eisenbahnanbindung der Insel Usedom über Karnin sprach sich Verkehrsminister Volker Schlotmann für ein vereintes Werben für den Wiederaufbau der Strecke aus. "Eine Eisenbahnanbindung über Karnin würde viele Vorteile bringen. Sie würde die Fahrtzeit zwischen Berlin und Usedom deutlich verkürzen und so Touristen in die Region bringen, ohne die Straßen zusätzlich zu belasten. Und sie würde das Zusammenwachsen der Region auf beiden Seiten der Grenze fördern", so Schlotmann heute in Anklam.

Die Eisenbahnanbindung wäre eine Fernstrecke und somit ein Bundesprojekt. Bisher ist das Vorhaben nicht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans enthalten. Schlotmann betonte: "Unser Ziel ist, dass der Bund das Projekt in den vordringlichen Bedarf des nächsten Bundesverkehrswegeplans einstuft. Dafür brauchen wir einen Nachweis der Wirtschaftlichkeit." Er forderte die DB AG auf, entsprechende Untersuchungen in Auftrag zu geben. Schlotmann selbst will ein unabhängiges Gutachten erstellen lassen, um zu prüfen, ob zusätzliche Fördermittel von der europäischen Union für das Projekt bereit gestellt werden können.

Bei der Konferenz waren Vertreter der Bahn, des Kreises, der IHK und des Aktionsbündnisses Karniner Brücke zusammengekommen, um über Perspektiven zur Realisierung der Eisenanbindung über Karnin zu beraten.

Die 1933 gebaute und 1945 gesprengte Karniner Hubbrücke war Teil einer seit 1876 bestehenden Eisenbahnverbindung von Ducherow an der Hauptstrecke Berlin – Stralsund nach Swinemünde auf der Insel Usedom. Mit dieser Eisenbahnverbindung war es seit 1894 möglich, die Insel Usedom von Berlin aus mit dem Zug in gut zweieinhalb Stunden zu erreichen. Heute beträgt die Fahrzeit zwischen Berlin und den Kaiserbädern über die 2000 eröffnete Wolgaster Peenebrücke etwa vier Stunden.


Quelle: Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern

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