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14.05.2018:
Erster Spatenstich für den Neubau der Brücke Ravensteynstraße in Koblenz

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben Oberbürgermeister David Langner und Verkehrsminister Volker Wissing die Arbeiten für den Neubau der Bahnbrücke in der Ravensteynstraße begonnen. Die von den Bewohnern und den Verkehrsteilnehmern lange erwarteten Arbeiten sollen, wenn alles planmäßig verläuft, Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Das bereits abgerissene alte Bauwerk wurde 1963 durch die Deutsche Bahn errichtet. 1994 wurde es an die Stadt Koblenz übergeben. Konstruktionsmängel aber vor allem unterlassene Bauwerksunterhaltung haben zu irreparablen Schäden am Tragwerk geführt, die im Jahr 2009 zur Sperrung der Brücke zur Folge führten.

Durch die Sperrung der Brücke wurde der südliche Straßenabschnitt zu einer Sackgasse, die seither ausschließlich über die Emserstraße erschlossen wird. Der nördliche Abschnitt ist über die Seizstraße oder die Friedrich-Gerlach-Straße zu erreichen. „Gerade Sicherheitsaspekte machen aus unserer Sicht aber den Neubau der Brücke erforderlich“, betonte OB Langner.

Denn die gesperrte Brücke stellte die Anwohner, den Schwerverkehr aber auch Rettungsfahrzeuge oder den Koblenzer Entsorgungsbetrieb gerade im Winter immer wieder vor Probleme. Darüber hinaus stellt die Brücke bei Hochwasser des Rheins und Überschwemmung der Emser Straße eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Pfaffendorf und Horchheim dar. Ein vollständiges Aufgeben der Eisenbahnquerung hätte neben dem Fahrzeugverkehr auch für Fußgänger und Radfahrer große Umwege mit erheblichen Höhenunterschieden zur Folge gehabt. Auch für das Land ist die Brücke wichtig, wie Verkehrsminister Wissig betonte. „Wir ertüchtigen Verkehrsinfrastruktur landesweit und das ist gut angelegtes Geld“, so Wissig.

Die im Jahr 2010 angestoßene Planung für einen Neubau der Brücke wurde wegen Finanzierungsschwierigkeiten eingestellt.

Ab 2013 wurde die Möglichkeit geprüft, das bestehende Bauwerk durch ein Fertigteilsystem zu ersetzen, das sich als unwirtschaftlich erwiesen hat. Nach langwierigen Abstimmungen mit der Aufsichtsbehörde und der DB erfolgte die Planung einer neuen Brücke in konventioneller Spannbeton-Bauweise. Dieser Entwurf war Grundlage für einen Zuwendungsantrag beim Land Rheinland-Pfalz, der im März 2017 positiv beschieden wurde. OB Langner bedankte sich beim Land für die Förderung des Neubaus, die bei 65 % der zuwendungsfähigen Kosten liegt.

Die erste Ausschreibung der Baumaßnahme im Frühjahr 2017 musste wegen Unwirtschaftlichkeit der Angebote aufgehoben werden. Die nächste Ausschreibung erfolgte im Sommer 2017 und führte schließlich im Dezember 2017 zur Auftragsvergabe an die Firma Albert Weil AG aus Limburg. Oberbürgermeister und Verkehrsminister dankten den Planern und wünschten der bauausführenden Firma alles Gute für den Bauverlauf.

Zahlen und Daten zur neuen Brücke: Spannbeton-Plattenbrücke über drei Felder Gesamtlänge 28,00 m, Breite zwischen den Geländern 8,52 m Fahrbahnbreite 6,00 m einseitiger Gehweg auf der Südseite, Breite 2,00 m bauzeitliche Behelfsbrücke für Fußgänger und Fahrradfahrer, Länge ca. 41 m Gesamtkosten einschl. Abbruch, Behelfsbrücke und Nebenleistungen rund 2,5 Mio. € Bauzeit bis Ende 2018


Quelle: Stadt Koblenz

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