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19.04.2004:
Dresden: Marienbrücke viergleisig in Betrieb gegangen

Dresden: Marienbrücke viergleisig in Betrieb gegangen

[19.04.2004] (fj) – DRESDEN - Am Wochenende ist die sanierte Eisenbahn-Marienbrücke in Dresden mit vier neuen Gleisen von der DB planmäßig in Betrieb genommen worden. Zukünftig können Züge des Nah- und Fernverkehrs sowie Güterzüge die Brücke mit bis zu 80 km/h befahren. Bisher waren nur maximal 40 km/h möglich. Außerdem kann die Brücke - bislang Nadelöhr für den Bahnverkehr im Großraum Dresden - nach der Modernisierung mit über 500 Zügen pro Tag technisch fast doppelt so viele Züge aufnehmen. Damit wird der Zugverkehr wesentlich reibungsloser durchgeführt, und Reisende können bequemer umsteigen. Die Sanierung der Brücke hatte die Baufirmen unter Leitung der Bahntochter DB ProjektBau vor besondere Herausforderungen gestellt. Genau 100 Jahre nach Inbetriebnahme der historischen Brücke im Jahr 1901 erfolgten ab Herbst 2001 der Abriss und parallel dazu jeweils der Wiederaufbau von Teilen des Bauwerkes. Dem Hochwasser im Sommer 2002 hielt die Brücke stand; der Bauverzug konnte wieder aufgeholt werden.

Im Januar 2003 ging zunächst die stadtzugewandte Seite der Brücke mit zwei neuen Gleisen in Betrieb. Nur einige Bahnlinien wurden wegen und während der Bauarbeiten über Cossebaude umgeleitet bzw. endeten zur Entlastung im Bahnhof Dresden-Neustadt. Insbesondere der Nahverkehr der S-Bahn Dresden musste weiter über die Brücken-Baustelle rollen. Bei der Sanierung konnten die als überaus stabil geltenden Pfeiler der alten Brücke genutzt und neu überbaut werden. Heute überspannt die neue Spannbetonbrücke die Elbe auf einer Länge von 490 Metern und verbindet so den Dresdner Hauptbahnhof mit dem Bahnhof Dresden-Neustadt. Insgesamt wurden dafür knapp 2.000 Tonnen Stahl und 45.000 Tonnen Beton verbaut.

In den Streckenabschnitt zwischen Bahnhof Dresden-Neustadt und Einfahrt Dresden Hauptbahnhof werden rund 100 Millionen Euro investiert, darunter auch in die Station Dresden Mitte und den neuen S-Bahn-Haltepunkt an der Freiberger Straße. Die Investition wird gespeist aus Geldern des Bundes, der Bahn, des Freistaates Sachsen und der Europäischen Union. Das fünfte Gleis auf der Marienbrücke ist bautechnisch bereits fertig gestellt. Die Inbetriebnahme ist vorgesehen, wenn die Bauvorhaben im Bahnhof Dresden-Neustadt abgeschlossen sind.

Quelle: Deutsche Bahn

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