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13.08.2018:
Bautechnische Schwierigkeiten an der Flutbrücke Planitz

Auf der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz führt die Deutsche Bahn seit Mai umfangreiche Arbeiten an Gleisanlagen, Oberleitungen, Brücken, Durchlässen und Bahnübergängen durch. Die dafür bis Donnerstag, 20. September (4 Uhr) geplante Streckensperrung auf dem Streckenabschnitt Riesa–Döbeln muss nach aktuellem Stand der Bauarbeiten um drei Wochen bis zum 10. Oktober (4 Uhr) verlängert werden. Der Streckenabschnitt Döbeln–Waldheim geht wie geplant am 20. September (4 Uhr) in Betrieb.

Ursache für die Verzögerung sind unvorhergesehene bautechnische Schwierigkeiten beim Neubau der Flutbrücke Panitz in der Nähe von Bloßwitz. Bei Gründungsarbeiten an den Pfeilern der Flutbrücke erwies sich die Tragfähigkeit des Baugrunds für die Pfeiler entgegen den Voruntersuchungen als nicht ausreichend. Damit werden zusätzliche Tiefbauarbeiten notwendig, um eine sichere und tragfähige Bahnanlage herzustellen.

Im direkten Baufeld steht in unterschiedlichen Höhen organisches Material wie Torf bzw. Mudde an. Dieser Baugrund ist eher in nördlichen - Meer nahen –Gebieten anzutreffen, der Umgang mit dem Untergrund lässt sich vorab schwierig planen. Eine Verschärfung der Situation kam durch angespannte Grundwasserverhältnisse, die zum Teil durch Starkregen Ende Mai 2018 hervorgerufen wurden, sowie bereits in höheren Lagen auftretende Muddeschichten die das Ziehen der alten Holzbohrpfähle erschwerten.

Das Baukonzept wurde nochmals überarbeitet und vor Ort angepasst: Die Bohrpfähle werden nun im oberen Bereich mit Hülsenrohren ummantelt, um ein Vermischen des Betons mit der aufgeweichten Mudde im Untergrund zu verhindern. Um die Beeinträchtigungen für die Reisenden so kurz wie möglich zu halten, werden zwei Bohrgeräte gleichzeitig eingesetzt. Die Deutsche Bahn bittet die Reisenden für die entstehenden Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.


Quelle: Deutsche Bahn AG

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