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06.04.2009:
B1: Countdown zur Sprengung der alten Schnettkerbrücke läuft

Bochum (straßen.nrw). Der Abriss der "alten" Schnettkerbrücke in Dortmund ist im vollen Gange. Die über den Bahngleisen liegenden Teile werden zurzeit auf herkömmliche Weise mit Schneidbrennern getrennt und abtransportiert. Ein 58 Meter langer und 500 Tonnen schwerer Brückenabschnitt, der außerhalb der Bahngleise liegt, wird in der Nacht von Mittwoch (15.4.) auf Donnerstag (16.4.) gesprengt. Mehrere Sprengladungen werden an ausgewählten Stellen der Stahlteile platziert, die nach dem Zünden mittels eines Schneidstrahles die vorhandenen Brückenträger durchtrennen und den abzubrechenden Teil in Gänze zu Boden stürzen lassen. In den darauffolgenden Tagen wird der Brückenabschnitt in seine Einzelteile zerlegt und über die B1 abtransportiert. Die Zündung der Sprengung ist für zwei Uhr am Donnerstag (16.04.) geplant.

Für die Sprengung wird die B1 in der Nacht vom Mittwoch,15.04., auf Donnerstag, 16.4., von 24 Uhr bis 4 Uhr vom Autobahnkreuz Dortmund-West bis zur Anschlussstelle Dortmund-Hombruch voll gesperrt. Großräumige Umleitungsstrecken ab dem Autobahnkreuz Dortmund-West über die A45 und die B54 bis zur B1 sind in beiden Fahrtrichtungen ausgeschildert.

Der Vorteil der Sprengung liegt in der kurzen Abbruchzeit nach der Sprengung und der geringeren Lärm- und Staubbelästigung. Ein so großes Brückenteil könnte man kaum über Nacht verschwinden lassen. "Der Sicherheitsradius, in dem sich keine Personen aufhalten dürfen, beträgt 100 Meter", so Arbeitsschützer Marco Ruttkowski von der Bezirksregierung Arnsberg. Bei der Sprengung übernimmt die Bezirksregierung die Koordinierungsarbeit. "Bei uns laufen die Fäden zusammen. Wir informieren das Ordnungsamt, die Feuerwehr und die Polizei", so Ruttkowski; zudem werden Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) die Baustelle ausleuchten und als Absperrposten zur Verfügung stehen.

Zum Hintergrund: Seit 1931 überspannt die Schnettkerbrücke das von zahlreichen Kleingärten genutzte Emschertal in Dortmund. Sie ersetzte damals die "alte" Schnettkerbrücke, die noch vor dem ersten Weltkrieg entstand. Inzwischen fahren täglich rund 80.000 Fahrzeuge über diesen Abschnitt der B1. Zusammen mit der A40 im Westen und der A44 im Osten bildet die B1 eine Hauptschlagader für den Ost-West-Verkehr im zentralen Ruhrgebiet. Für das Jahr 2015 rechnen die Fachleute hier mit rund 100.000 Fahrzeugen pro Tag.

Mit der Verbreiterung auf sechs Fahrspuren wird die neue Schnettkerbrücke seit September 2005 unter Verkehr gebaut. Begonnen wurde im Süden mit dem Neubau, über den seit Anfang September 2008 der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen fließt. Nun wird sukzessiv die alte Brücke im Norden abgerissen und der Neubau errichtet.

Quelle: Strassen.NRW

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